Unterwegs zwischen Hann. Münden und der Porta Westfalica

Fachwerkhäuser und Bauten der Weserrenaissance, Burgen und Schlösser und eine eindrucksvolle Landschaft mit den sanften Hügeln und dem ruhig dahinfließenden Fluss: das bietet die Region Weserbergland zwischen Hann. Münden und der Porta Westfalica.

Eine Reise ins Weserbergland sollte dort beginnen, wo die Weser entsteht. Eine Quelle gibt es nicht, stattdessen aber den Zusammenfluss zwei Flüsse. In Hann. Münden nämlich vereinigen sich die aus dem Thüringer Wald kommende Werra und die aus der Rhön fließende Fulda zur Weser.

Von Hann. Münden nach Corvey

Dem Lauf der Weser folgenden erreichen wir kulturhistorisch interessante Orte und Städte. Vorbei am über 1000-Jährigen Kloster Bursfelde, Bodenfelde und der Hugenottenstadt Bad Karlshafen erreichen wir Höxter.

Hier liegt Kloster und Schloss Corvey. Die ehemalige Benediktinerabtei war eines der bedeutendsten karolingisches Klöster. Die Mönche hüteten zudem eine der wertvollsten Bibliotheken des Landes. Im 9. und 10. Jahrhundert war hier eines der kulturellen, geistigen und wirtschaftlichen Zentren im Gebiet der Sachsen. Später wurde Corvey zur Fürstabtei. Nach dem 30-jährigen Krieg baute man die inzwischen zerstörte Kirche im Stil des Barock wieder auf.

Zu sehen ist heute das karolingische Westwerk der Kirche mit Fresken aus dem 9. Jahrhundert und eine kunstvolle barocke Ausstattung. Neben der Kirche ist die Grabstätte des Dichters der deutschen Nationalhymne, Hoffmann von Fallersleben, der zeitweise in Corvey lebte. Im Schlosses sind der Kaisersaal, Salons und die Fürstliche Bibliothek mit zirka 74.000 Bänden zu besichtigen.

Münchhausen und der Rattenfänger von Hameln

Vorbei an Holzminden mit seiner hübschen Altstadt kommen wir nach Bodenwerder. Hier lebte Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, besser bekannt als Baron Münchhausen, dem man in der Münchhausenstadt ein eigenes Museum widmet.

Hameln liegt als nächster Zielort auf unserer Route. In der Altstadt kann man auf Spurensuche nach dem legendären Rattenfänger von Hameln gehen.

An der Landesgrenze zwischen Westfalen und Niedersachsen, dort wo die Weser in einem weiten Bogen fließt, häufen sich die sehenswerten Orte.

Hier liegt Rinteln mit seiner sehenswerten Altstadt. Rinteln war immerhin einmal Universitätsstadt.

Wenig entfernt liegt Bad Oeynhausen. Die Kurstadt ist eine Gründung aus dem 19. Jahrhundert. Grund dafür war eine Thermalquelle, um die sich ein damals bedeutender Kurort entwickelte. Heute gibt es in der Stadt zahlreiche Kliniken um den sehenswerten Kurpark.

Wasserstraßenkreuz und Nationaldenkmal

Sehenswert ist die Stadt Minden. Nicht nur wegen der zahlreichen Bauten der Weserrenaissance und dem Mindener Dom, sondern auch wegen dem Wasserstraßenkreuz. Der Mittellandkanal und die Weser kreuzen sich hier in einem Bauwerk. Eine Schifffahrt auf der Weser und dem Mittellandkanal mit einer Fahrt über dieses Kreuz ist hochinteressant.

Unweit der Stadt liegt die Porta Westfalica. Hier ist der Übergang vom Weser- und dem Wiehengebirge in die Norddeutsche Tiefebene. Oberhalb des Weserdurchbruchs liegt das Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Es wurde von 1892 bis 1896 errichtet. Das 88 Meter hohe Denkmal gehört zu den deutschen Nationaldenkmalen.

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