Berchtesgaden: Eine Schönheit am Watzmann

Der Markt Berchtesgaden zwischen Watzmann und Obersalzberg gehört zu den sehenswerten Orten im Berchtesgadener Land

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Was ich als erstes bemerkte? Das waren die US-Amerikaner. Scharenweise oder besser in ganzen Reisegruppen sind sie in Berchtesgaden unterwegs. In jedem Wirtshaus und jeder Ecke der Fußgängerzone waren englische Wörter zu hören. Sie kommen wegen dem Obersalzberg, wegen Hitlers Berghof, dem Kehlsteinhaus und weil das alles bis 1995 eine Art Reha-Zentrum der US-Armee gewesen ist. Berchtesgaden scheint in den USA ein äußerst beliebtes Reiseziel zu sein. Zum Salzburgbesuch gehört auch einer im nahen Berchtesgaden dazu. Für Deutsche auch, denn die Fußgängerzone ist nicht nur an den Wochenenden im Sommer stets gut gefüllt und es geht lebendig zu.

Unterwegs in Berchtesgaden

Dabei waren hier, wo Berchtesgaden heute steht bis ins 12. Jahrhundert nur Wälder. Erst Augustinermönchen bauten hier im 12. Jahrhundert ein Kloster, ein Stift. Sie zogen Siedler an, der Ort Berchtesgaden entstand. Der ist aber nicht, wie ich dachte, eine Stadt, sondern ein Markt. Marktgemeinde Berchtesgaden. Schnell begriff man, das man hier Salz aus dem Boden holen konnte. Und das war ein wertvolles Gut. Ein Handelsplatz entstand. Ein Markt.

Die Pröpste der Augustiner-Chorherren machtes Berchtesgaden zum Hauptort eines kleinen geistlichen Territoriums. Berchtesgaden war damit das Zentrum des kleinsten Fürstentums im  Bayerischen Reichskreis. Man gehörte dem Haus Wittelsbach. 1803 endete die Herrschaft des Klosters, dessen Gebäude zum Schloss umgebaut wurden. Mehrmals wechselte Berchtesgaden den Besitzer, am Ende blieb es bei Bayern.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Berchtesgaden zu einem Touristenziel. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es dann, dank des Mythos Obersalzberg, einen richtigen Boom. Und der hält eigentlich immer noch an.

Parken im Parkhaus

Einige Kilometer von Berchtesgaden entfernt liegt ruhig der Königssee und erhebt sich stumm der Watzmann, der Obersalzberg begrenzt den Blick Richtung Osten und das Kehlsteinhaus, das die Amerikaner “eagles nest” nennen, schaut von ober herab. Und auf drei Seiten liegt Österreich.

Wir haben den Pkw im Parkhaus am Kurpark stehen lassen. Sehenswert sind die Häuser und Straßen der Fußgängerzone. Eines ist dabei, das Hirschenhaus, da kann man auf beiden Seiten der Fassade Lüflmalerei bewundern. Mehrere Gasthäuser gibt es hier, besonders das Neuhaus mit seinem Biergarten sticht hervor. Dessen Hauptgebäude gehört zu den ehemaligen Klostergebäuden.

Dort hin, bzw zum Schloss sollte der Weg auf jeden Fall hinführen. Denn der Schlossplatz alleine schon ist einen Besuch wert. Schloss, Kirche, der riesige Platz und eine Gefallenengedächnisstätte gegenüber. All das verzaubert jeden Besucher.

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