Im Spreewald bringt die Modelleisenbahn den Kaffee

Eine Gaststätte im Spreewald, in der eine Modelleisenbahn den Kaffee bringt

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Eine Modelleisenbahn, die den Kaffee bzw die Getränke an die Tische der Gäste bringt? Ja, das gibt es. Und zwar im Alten Spreewaldbahnhof in Burg im Spreewald.

Der Ort ist eine typische Streusiedlung. Die Häuser sind auf 35 km² im Zentrum des Oberspreewaldes verteilt. Man braucht also etwas Zeit, wenn man den Ort etwa 20 km nordwestlich von Cottbus durchquert. Dabei sollten Sie den Alten Spreewaldbahnhof ansteuern. 1898 wurde die Schmalspurbahn Spreewaldbahn eröffnet, die von Cottbus über Burg nach Lübben führte, immerhin 85 Kilometer lang. Die Bahn, auch Spreewald-Guste genannt, wurde 1970 stillgelegt und demontiert.

Ein Restaurant im Spreewaldbahnhof

In Burg hat man den Bahnhof der Spreewaldbahn restauriert und ein interessantes Ausflugsziel geschaffen. 1995 wurde im Bahnhof ein Restaurant eröffnet. Und das hat eine kleine Sehenswürdigkeit: Denn wer hier Getränke bestellen will, hebt die Schaffnerkelle, die auf den Tischen liegt. Dann nämlich lässt der Wirt von der Theke aus eine Modelleisenbahn über Gleise, die an der Wand verlegt sind, losfahren.

Sie stoppt am Tisch, der Gast notiert seine Bestellung auf einen Zettel und der Zug rollt zurück zum Wirt. Auf dem gleichen Weg schickt der Wirt dann die gewünschten Getränke los. Sie kommen auf den Güterwagenwaggon der Eisenbahn an den Tisch.

Bei der Dekoration hat man sich viel Mühe gemacht   Foto: Kronenberg

Im Außenbereich findet man auf einem Stück Gleis eine kleine Sammlung von restaurierten Eisenbahnwaggons, Draisinen und weiteren Teilen der Bimmelguste. In einem weiteren Bahnhofsgebäude gibt es noch eine Attraktion. Während sind im unteren Teil ein Café befindet, hat im ersten Stock ein Sammler seine Sammlung installiert. Seit 2014 findet man hier “Die alte Ladenstraße”.

Die Ladenstraße im Bahnhofsgebäude   Foto: Kronenberg

Eine Gasse mit Nostalgie-Läden

Der Sammler, der das Stockwerk ausgebaut hat, als ob man tatsächlich durch eine enge Gasse mit lauter kleinen Geschäften geht, hat von Jugend an seine Sammlung ausgebaut. Begonnen hat er mit alten Schildern von Geschäften, später kamen Inneneinrichtungen und die Waren dazu. Das alles ist für den Besucher durch die Schaufensterscheiben zu sehen. Ein faszinierendes Stück Geschichte, das Einrichtungen und Waren aus den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts zeigt.

Tipp: Während die anderen Bahnhofsgebäude frei zu besichtigen sind, kostet die Ladenstraße ca. 7 Euro Eintritt. Hat man vorher im Bahnhofscafé etwas getrunken und legt an der Kasse die Rechnung vor, zahlt man ca 5 Euro Eintritt. Im Laden ist oft der Sammler selbst anwesend. Er kann viel über die Läden, die Waren und sein Hobby erzählen.

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