Drehorte der neuen „Die Toten vom Bodensee“

"Der Wegspuk" und "Der Seelenkreis" heißen die neuen Folgen von "Die Toten vom Bodensee". Drehorte am Bodensee sind in Bregenz und Hohenems.

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In Bregenz und Umgebung entstanden im Sommer 2020 zwei neue Folgen der ZDF/ORF-Krimireihe „Die Toten vom Bodensee“: „Der Wegspuk“ und „Der Seelenkreis“. Neben Nora Waldstätten und Matthias Koeberlin als deutsch-österreichisches Ermittler-Duo spielen in durchgängigen Rollen Hary Prinz, Stefan Pohl, Peter Kremer und Christopher Schärf. Regie führt erneut Michael Schneider nach den Drehbüchern von Timo Berndt.

FOTO: Hannah Zeiler (Nora Waldtstätten), Micha Oberländer (Matthias Koeberlin) Quellenangabe: „obs/ZDF/Patrick Pfeiffer

Als Filmkulisse dient dabei unter anderem die Seebühne der Bregenzer Festspiele. Gedreht wird auch in der Stadt Hohenems. Die Stadt (17000 Einwohner) liegt im Bezirk Dornbirn des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. Drehorte sind hier die historische Villa Rosenthal, der Palast Hohenems (das ist das ehemalige Residenzschloss der Grafen von Hohenems) und das Industriegebiet.

Die Villa Iwan Rosenthal in Hohenems

Die heute unter Denkmalschutz stehende Villa Iwan Rosenthal in Hohenems wurde um 1890 in neoklassizistischen/barocken Stil gebaut. Sie liegt in Hohenems am Nordrand des ehemaligen jüdischen Viertels. Hier ist der Kreuzungspunkt von drei Straßen:  der Harrachgasse, der Markt- und Radetzkystraße. Geplant ist hier ein „Literaturhaus Vorarlberg“ einzurichten.

In der heutigen Form gebaut wurde die Villa von dem Fabrikantenehepaar Iwan und Franziska Rosenthal. Neben dem Herrschaftshaus gibt es auch eine Kutschengarage, einen Angestelltentrakt und Ökonomiegebäude sowie eine Kegelbahn. Das Grundstück ist  etwa 8000 Quadratmeter groß, wobei der Park die größte Fläche umfasst.

Die Besitzer und auch deren Erben verließen wegen der Nationalsozialisten Österreich, die Villa stand nun leer. Nachdem dort nach dem Zweiten Weltkrieg sogenannte Displaced Persons untergebracht waren und das Haus als Arbeiterunterkunft genutzt wurde, erfolgte der Leerstand.

„Wegspuk“ wurde in Villa Rosenthal vom  22. Juni bis 15. Juli 2020 gedreht.

Palast Hohenems

Der Palast Hohenems war das Residenzschloss der Grafen von Hohenems in  Hohenems, Österreich. Das Anwesen befindet sich in Privatbesitz. Gebaut wurde der Palast von Kardinal Mark Sittich III. von Hohenems. Baubeginn war um 1562. Ab 1603 wurde der Palast Graf Kaspar von Hohenems erweitert. Der Palast von Hohenems gilt als der bedeutendste Renaissancebau Westösterreichs. Im Palast befinden sich heute ein Restaurant und Veranstaltungsräume. Bei Historikern bekannt wurde das Schloss, als 1755 in der Bibliothek zwei Handschriften des Nibelungenliedes gefunden wurden.

Wegspuk

In der Folge mit dem Arbeitstitel „Der Wegspuk“ lässt eine Mutprobe drei Kinder zu Zeugen eines Verbrechens werden: Harro Stocking (Robert Finster) liefert sich mit einem Bauunternehmer in einer verfallenen Villa einen heftigen Kampf, tötet ihn dabei und flüchtet. Kriminalinspektorin Hannah Zeiler (Nora Waldstätten) und Hauptkommissar Micha Oberländer (Matthias Koeberlin) leiten umgehend die Fahndung ein. Kurz darauf kehrt Harro mit seiner Anwältin Mia (Katharina Lorenz) an den Tatort zurück und stellt sich der Polizei. Für die Ermittler häufen sich die Fragen – vor allem, warum die angehende Schwiegertochter des Opfers ihn als Anwältin vertritt.

Der Seelenkreis

Ein nur wenige Stunden altes Baby wird in der Folge mit dem Arbeitstitel „Der Seelenkreis“ in einem in Ufernähe treibenden Körbchen gefunden. Wie die DNA-Analyse zeigt, ist die Mutter des Kindes eine Aushilfsschneiderin der Bregenzer Seebühne – seit sechs Monaten ist sie spurlos verwunden. Hannah Zeiler und Micha Oberländer nahmen bisher an, dass die junge Frau einem Mord zum Opfer gefallen sei, und müssen den Fall neu aufrollen. In Episodenrollen spielen Larissa Fuchs, Nicki von Tempelhoff, Martina Ebm und andere.

„Die Toten vom Bodensee“ ist eine Produktion der Rowboat Film- und Fernsehproduktion GmbH (Produzent: Sam Davis) in Koproduktion mit der Graf Filmproduktion GmbH (Produzent: Klaus Graf), dem ZDF und dem ORF; gefördert von Fernsehfonds Austria und dem Land Vorarlberg. Der verantwortliche Redakteur im ZDF ist Daniel Blum. Die Dreharbeiten dauern bis Mitte August 2020, die Sendetermine stehen noch nicht fest.

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