Drehorte HEIMAT: Die Film-Gräber der Familie Simon

Den Film-Friedhof in Schabbach mit den Grabstätten der Familie Simon gibt es heute noch. Am Drehort Sargenroth

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Hinter der Kirche liegt in HEIMAT der Friedhof von “Schabbach”. Der Drehort für den Friedhof mit den (Film-) Gräbern der Familie Simon und anderer Mitglieder der HEIMAT-Familie liegt in Wirklichkeit im Ort Sargenroth. Am Grab der (Filmfiguren) Maria Simon, von Mathias und Katharina, vom Eduard und  Lucie, Ernst Simon und all der anderen Heimat-Figuren stehen und ihnen allen den Respekt erweisen – das geht tatsächlich. Denn es gibt sie, die Grabstätten aus “Heimat”.

Die (Film-) Grabstätten aus HEIMAT in Sargenroth

Zwischen 1918 und 2000 spielen die Filme der Heimat-Trilogie. Da ist es klar, dass die meisten der Film-Figuren inzwischen verstorben sind. Einige starben im Film, die Tode anderer wurden übersprungen und (meist in Heimat 3) nur ihre Gräber auf dem Friedhof gezeigt. Diese “Filmgräber”, also Attrappen, wurden für die Dreharbeiten gebaut, auf einem richtigen Friedhof aufgestellt, gefilmt – und sie stehen bis heute dort an Ort und Stelle. So, als würden sie zu den anderen “echten” Grabstätten auf dem Friedhof gehören.

In Sargenroth findet man die “Filmgräber” der HEIMAT-Figuren

 

Das “Familiengrab” der Simons
mit den Lebensdaten

 

Zu sehen ist das alles im Ort Sargenroth. Der 500-Einwohner Ort liegt zwischen Simmerbachtal und Soonwald, rund sechs Kilometer nördlich von Simmern. Etwas außerhalb des Ortes, auf einer Anhöhe liegt die Nunkirche, vermutlich heißt das Neue Kirche, eine Wallfahrtskirche. Hier wurde der Heilige Rochus verehrt. Bauen ließ die ursprüngliche Kirche Erzbischof Willigis aus Mainz um das Jahr 1000 und stand in enger Beziehung zum Kloster Ravengiersburg. Die Kirche entwickelte sich zur Wallfahrtskirche mit einem Rochus-Patrozinium. Heute ist sie lutherische Pfarrkirche.

Filmgrab aus dem Film HEIMAT von Edgar Reitz

Der Kirchenbau stammt aus dem 12., 14. und 18. Jahrhundert. Der ursprünglich dreistöckige Turm hat heute nur noch zwei Stockwerke. Lang ist die Kirche 28 Meter, breit 14. Parken kann man direkt hinter der Kirche oder auch auf der anderen Seite am Friedhofseingang, dort, wo in Heimat 3 auch die Gäste der Beisetzung von Toni Molz ihre Pkw parken. Unter Bäumen betritt man den neben der Kirchen liegenden Friedhof.

Wer die Gräber der Heimat-Figuren sucht, wird rasch fündig. Ein Teil befindet sich rechts der Kirche, die anderen auf der linken Seite nahe der Straße. Die Heimat-Gräber unterscheiden sich nicht von den übrigen Grabstätten; lediglich ein kleines Schild an den Grabsteinen weist darauf hin: “Filmgrab aus dem Film HEIMAT von Edgar Reitz ”

Das Grab von Ernst Simon

Familie Simon steht auf dem größten der Grabsteine neben der Kirche. Marie Goot, Pauline Kröber, Maria und Paul Simon, Martha und Anton sind hier namentlich mit Geburts- und Todesdatum aufgeführt. Links daneben das Grab von Ernst Simon, der mit einer Chessna gegen den Loreley-Felsen flog.

Das Grab der Wiegands

Auf der schräg gegenüberliegenden Seite liegt die Grabstätte der Familie Wiegand. Hier stehen die Namen von Marias Vater Alois und seiner Frau Martha sowie der von Wilfried, Marias Bruder und im Film ein strammer Nazi.

Das Grab von Eduard und Lucie

 

und ihrem Sohn Horst

Aus der Lüge in die Wahrheit

Links davon die Grabstätte von Eduard und Lucie. Interessant der Spruch auf dem Grabstein: Aus der Lüge in die Wahrheit. Aus dem Dunkel in die Klarheit” Wer die Geschichte der ehemaligen Bordellchefin und des Bürgermeisters unter der Nazi-Herrschaft verfolgt hat, wird verstehen. Davor das Einzelgrab von Horst Simon, Eduards und Lucies Sohn. “Unser einziges Kind” steht darauf.

Das Grab von Mathias und Katharina Simon

Eine Reihe dahinter das Grab der ältesten Simons. Mathias und Katharina lauten die Namen auf dem Grabstein.

Auf dem Friedhof in Sargenroth wurden die Aufnahmen für Heimat 3 gedreht. Die Friedhofsbilder aus Heimat 1 wurden auf dem Friedhof des Ortes Griebelschied, er liegt am westlichen Ortsausgang, aufgenommen. Er sieht heute allerdings sehr verändert gegenüber der Zeit vor 35 Jahren aus. Dort gegenüber liegt übrigens die Halle, die in Heimat 1 das Optische Werk Simon war, 1985 aber abbrannte.

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Für HEIMAT ließ Edgar Reitz einen Film-Friedhof als Drehort auf einem richtigen Friedhof anlegen. Die Grabstätten der Familie Simons gibt es heute noch.
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