Drehorte HEIMAT: Hof & Schmiede der Simons in Schabbach

Unterwegs zu den Drehorten von HEIMAT: Bei den Simons in Schabbach

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Der Zentrale Handlungsort der HEIMAT-Filme von Edgar Reitz ist das Haus und die Schmiede der Familie Simon in „Schabbach“. Mathias, der Schmied, und seine Frau Katharina Simon leben hier, ihre Kinder Paul (der zu Beginn des ersten Films 1918 aus dem Krieg heimkehrt), Pauline und Eduard wohnen ebenfalls hier. Dazu kommt Pauls Frau Maria, die zur eigentlichen Hauptperson von Heimat 1 wird. Hier wachsen auch Marias Söhne Anton, Ernst und Herrmännchen auf. Hier lebt auch der Kriegsflüchtling Klärchen, Hermanns erste Liebe.

Die Schmiede und das Haus sind in HEIMAT 1 und 3 der Haupthandlungsort Foto: anderswohin/Kronenberg

 

Wohnhaus, Stall und rechts die Schmiede   Foto: anderswohin/ Kronenberg

 

Infotafel an der Schmiede

 

Sogar das Waschbecken (links) ist noch da Foto: anderswohin/Kronenberg

Das Haus und Schmiede stehen im Film im fiktiven Ort Schabbach, werden hier zum wichtigsten Ort der Handlung. Doch während die Schabbacher Ortsszenen im Ort Woppenroth gedreht wurden, stehen das Simonhaus und die Schmiede im Ort Gehlweiler.

Gehlweiler ist auch Schabbach

Das 300 Einwohner-Dorf, rund sieben Kilometer Luftline von Kirchberg entfernt, liegt am Westhang des Soonwaldes. Von der L421 biegt man auf die K61 ab. Eine Brücke führt in den Ort. Die Hauptstraße führt bergan. Hinter dem Gemeindehaus, etwa in der Mitte des Ortes, gibt es Parkplätze. Eine Infotafel weist auf die Bedeutung Gehlweilers für HEIMAT hin.

Auch Schmiede und Haus der Simons spielten in „Die andere Heimat“ eine wichtige Rolle, denn der Film ist eigentlich eine Art Vorgeschichte zur Heimat-Trilogie. Er spielt im 19. Jahrhundert im Ort Schabbach, als die Auswanderungswelle der Hunsrücker nach Brasilien ihren Höhepunkt erreichte. In „Die andere Heimat“ nämlich versetzte er 2012 den Ortskern optisch ins 19. Jahrhundert.

Vom Gemeindehaus aus führt der Weg die Hauptstraße abwärts. Etwas unterhalb des Gemeindehauses liegt dann rechts das Simonhaus mit Schmiede. Eine Infotafel weist auf die Rolle von Haus und Schmiede in Heimat hin. Die Innenaufnahmen im Simonhaus in Heimat 1 und 3 wurden übrigens nicht hier gemacht, sondern in einem Privathaus im Ort Rohrbach.

Alles hier wirkt als hätte Maria Simon gerade das Haus verlassen. Die Fensterläden stehen offen, das Waschbecken an der Hauswand existiert noch. Nicht zu finden ist die Stiftungstafel, die Paul dort nach Marias Tod hatte anbringen lassen, und die für Heimat 3 wieder aufgehängt worden war.

Straße mit der Schmiede in Gehlweiler Foto: anderswohin/Kronenberg

Zwischen Haus und Schmiede liegt der Eingang zum Stall. In Heimat 3 geht Herrmann mehrmals durch diese Stalltür und steht dann vor dem Außengelände eines Gestüts. Das befindet sich nicht dort. Diese Aufnahmen wurden auf einem Gestüt in einem anderen Ort gedreht.

An der Schmiede der Simons

Gegenüber dem Haus liegt die Schmiede. Sie ist verschlossen, sieht aber aus, als ob Mathias hier kürzlich noch gearbeitet hätte. An der Straße die beiden Fenster, zu denen Paul (1918 und 1946) und später dann der zurückkehrende Herrmann in Heimat 3 in die Schmiede hineinschauen. Ein Schild weist darauf hin, dass man im gegenüberliegenden Haus eine Besichtigung der Schmiede erfragen kann.

Die Alte Schmiede gilt als typisches Beispiel für die bauliche Kombination von Wohnhaus, zugehörigem landwirtschaftlichen Hof und Schmiede, wie es sie im Hunsrück lange Zeit gab. Meist lebten drei Generationen einer Familie auf einem solchen Hof und bewirtschafteten ihn.

Die Schmiede war vor den Dreharbeiten 1980 lange Zeit schon außer Betrieb. Bis 1958 hatte dort ein Hufschmied gearbeitet. Der Hof an der Hauptstraße 26 ist ein eingetragenes Kulturdenkmal: Hofanlage; Krüppelwalmbachbau, Fachwerk verputzt, 1821, Fachwerkökonomietrakte, 19. Jh., Fachwerkschmiede, heißt es im Verzeichnis. Hier arbeitete in Heimat 1 Mathias Simon, bis 1928 assistiert von seinem Sohn Paul, bis zum Jahr 1945. Danach wird sie in Heimat nicht mehr als Schmiede genutzt. Lediglich der geschäftstüchtige Ernst hätte gerne das Inventar der Schmiede in seinem Handel mit Gebrauchsgegenständen und Antiquariat untergebracht.

 

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