Ein Tag im alten Kutterhafen von Neuharlingersiel | Ostfriesland

Der Fischereihafen von Neuharlingersiel ist sehenswert. Sieben Kutter liegen hier und rund um das Hafenbecken gibt es Cafés und Restaurants.

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Neuharlingersiel im Harlingerland kennt man meist als Fährhafen. Hier legen die Boote ab, die auf die ostfriesische Insel Spiekeroog fahren. In Neuharlingersiel gibt es riesige Parkplätze an der Küste. Denn Urlauber und Tagestouristen, die nach Spiekeroog wollen, müssen hier ihren Pkw abstellen. Denn Spiekeroog, die Insel mit den schönen Stränden, der bezaubernden Dünenlandschaft und dem netten Inseldorf, ist autofrei.

300 Jahre alter Kutterhafen

Wer nach Neuharlingersiel kommt, sollte die wenigen Meter von der Anlegestelle der Fähre zum Hafenbecken des Hafenortes gehen. Hier nämlich ist der über 300 Jahre alte Fischereihafen. Und der ist sehenswert. Sieben Kutter liegen hier und rund um das Hafenbecken gibt es Cafés und Restaurants. Ein nettes Ausflugsziel also.

Durch den Deichbau hat man das Land in der Harlebucht gewonnen. Der Ort Neuharlingersiel löste um 1700 Altharlingersiel als Sielort ab. Seitdem ist das hier auch ein Hafen für die Hochseefischerei. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlegestelle ein Schutz- und Umschlaghafen für Frachtschiffe. Im idyllischen Kutterhafen liegt eine aktive Kutterflotte.

Die Kutter in Neuharlingersiel

Einige Kutter fahren für den Fischfang raus, andere zu Ausflugsfahrten nach Spiekeroog: Die Kutter Seestern und Gorch Fock fahren mit Touristen in die Nordsee raus. Der Krabbenkutter Antares fährt zum Fischen raus. Sehenswert ist der Traditionskutter Lulu Meinders, gebaut 1963. Die „Seestern“ fährt außerhalb der Tourismussaison zum Fischen raus. Zwischen April und Oktober dagegen unternimmt das Schiff regelmäßig Kutterfahrten mit Touristen im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. 1982 vom Stapel gelaufen ist der Kutter etwa 16 Meter lang und etwa fünf Meter breit. Der Kutter Jan van Gent wurde 1970 gebaut. Er ist fast 20 Meter lang. Der Kutter Gorch Fock fährt Touristen zu den Seehundbänken am Ostende von Langeoog und auch nach Spiekeroog.

Gaststätte Dattein und der Sielhof

Eines der Häuser am Hafenbecken ist die Gaststätte „Dattein. Das Backsteinhaus ist etwa 300 Jahre alt und damit das älteste noch erhaltene Wohnhaus in Neuharlingersiel.

Gleich hinter dem Hafen, man überquert die Straße, liegt der Sielhof. Im Haus befindet sich das Haus des Gastes, eine Bibliothek und ein Café-Restaurant. Der Sielhof ist ein ehemaliger Herrensitz aus dem 18. Jahrhundert. Das Gebäude wurde originalgetreu restauriert. 1755 hat ein Landwirt hier eine Warft errichtete. Eine Warft ist ein aus Erde, Mist und Klei aufgeschütteter Hügel, auf dem eine Siedlung errichtet wurde. Sie lag somit höher als der Meeresspiegel und diente so als Schutz bei Sturmfluten. Auf der Warft in Neuharlingersiel baute ein Landwirt, er hieß Siebelt Eybel, ein Steinhaus. Später stand hier ein Gutshof.

Um 1900 baute ein Gesandter am Preußische Hof den Gutshof zum Herrenhaus um. Georg von Eucken hieß der Gesandte. Und der ließ auch ein kleines Denkmal für den Bau des Kyffhäuserdenkmals in die Mauer des Sielhofes einbauen. In dem Denkmal, eigentlich nur eine Vertiefung in der Außenmauer, ist ein Stein aus der Barbarossahöhle im Kyffhäusergebirge zu sehen. Die Barbarossahöhle ist der Ort, an dem nach einer Sage aus dem Mittelalter Kaiser Barbarossa schläft, bis er als Kaiser zurückkehrt.

Der Sielhof ist von einer Gräfte, also einem Wassergraben, umgeben. Eine kleine Brücke führt in den Park des Sielhofs. Die Brücke hat ein Geländer aus Walfischknochen. Es sind zwei Rippenbögen von einem Wal. Neuharlingersiel lohnt einen Ausflug.

Wenn Sie also wegen der Spiekeroog-Fähre nach Neuharlingersiel kommen, dann bringen Sie etwas Zeit mit. Der Krabbenhafen und das Sielhaus in Neuharlingersiel lohnen.

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Wer nach Neuharlingersiel kommt, sollte die wenigen Meter von der Anlegestelle der Fähre zum Hafenbecken des Hafenortes gehen. Hier nämlich ist der über 300 Jahre alte Fischereihafen. Und der ist sehenswert. Sieben Kutter liegen hier und rund um das Hafenbecken gibt es Cafés und Restaurants.
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