Die Eifelpraxis: Drehorte in Monschau und in Brandenburg

Jessica Ginkel (Rolle Vicky Röver) und Simon Schwarz (Rolle Dr. Chris Wegner) / Bildrechte: ARD Degeto, Fotograf: Jan Raiber

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In der romantischen Altstadt von Monschau in der Nordeifel, am Rurstausee und in Brandenburg sind die Drehorte der Serie „Die Eifelpraxis“. Im Herbst 2021 fiel in Monschau die erste Klappe für zwei neue Filme der ARD-Degeto-Medical-Reihe. Jessica Ginkel, die gerade erst als neue Versorgungsassistentin Vicky Röver bei Simon Schwarz alias Landarzt Dr. Chris Wegner angeheuert und mit ihrer Tochter in ihrer alten Heimat Monschau ein neues Leben angefangen hat, ist wieder gefordert – den einen oder anderen Alleingang inklusive.

Die Drehorte der „Eifelpraxis“

Wichtigster Drehort und Ort der Handlung ist die historische Altstadt von Monschau in der Nordeifel. Die Fachwerkstadt ist schon lange ein Touristen-Hotspot und zieht Besucher vor allem aus NRW, Belgien und den Niederlanden in ihre Straßen. Monschau liegt zwischen den Berghängen des Naturparks Hohes Venn-Eifel in der Rureifel, die ihren Namen nach dem Fluss Rur trägt.

Die Rur entspringt in der Nähe von Monschau. Im Monschauer Gebiet wird sie von Kanuten zu Wildwasserrennen genutzt. In ihrem weiteren Verlauf dient das Wasser der Papierproduktion, bevor die Rur im niederländischen Roermond in die Maas mündet.

Der Luftkurort Monschau liegt nahe der deutsch-belgischen Grenze, knapp 40 Kilometer südlich von Aachen. Besucher müssen ihre Pkw vor der Stadt auf großen Parkplätzen abstellen, denn nur Anwohner dürfen durch die verwinkelten, schmalen Straßen fahren. Denn die Straßen sind im Sommer mit Touristen überfüllt. In der 12 000-Einwohnerstadt mit Mittelaltercharme und einer Burganlage gibt es hauptsächlich mit Schiefer verkleidete Häuser und Fachwerkbauten. Es dominieren Cafés, Gaststätten, Kunsthandwerks- und Souvenirläden.

Gedreht werden viele der Eifelpraxis-Szenen in den Straßen der Altstadt.

Monschau

Monschau liegt oberhalb des Stausees Rursee. Das ist ebenfalls ein gefragter Touristen-Hotspot. Der Rursee, der eigentlich Rurstausee heißt, entsteht durch die Rurtalsperre Schwammenauel. Die 77 Meter hohe Talsperre staut die Rur zum 7,83 km² großen Rurstausee auf. Mit seinen Vorsperren ist er somit der volumenmäßig zweitgrößte Stausee Deutschlands.

Touristen nutzen den Rursee zum Segeln, Wanderungen am Ufer und zur Fahrt mit Ausflugsbooten. Rund um den See gibt es kleine Orte am Ufer, die neben Gastronomie auch Unterkünfte anbieten.

Der Rursee mit seinen Booten ist öfter in den Eifelpraxis-Filmen zu sehen. Ebenso wie es neben Naturaufnahmen aus der Umgebung Bilder aus den Orten gibt. Drehorte waren bereits in Rurberg, Wolfgarten, Höfen, Simmerath, der Naturpark und einige der markanten Buchenhecken, die dem Windschutz der Höfe dienen.

Ein Drehort am Rursee ist auch im Ort Woffelsbach. Gedreht wurde hier vor allem am Hotel „Kleiner Seehof“. Das Hotel mit Restaurant und netter Terrasse liegt am Seeufer.

Wo steht die Eifelpraxis?

In den Filmen sieht es aus, als ob die Eifelpraxis am Ufer des Rursees liegt. Aber: Während viele Drehorte der „Eifelpraxis“ in Monschau und der näheren Umgebung liegen, steht das Gebäude der Eifelpraxis nicht in der Eifel. Das Praxisgebäude steht im Osten der Republik. Nämlich in Brandenburg.

In den Folgen 1 bis 5 diente eine Villa in der Gemeinde Sacrow als Drehort. Der rund 200-Einwohner-Ort Sacrow an der Havel gehört zur Stadt Potsdam in Brandenburg. Als „Eifelpraxis“ gezeigt wurde die „Villa Perlis“.1929 wurde die Villa als Wohnhaus eines Bankiers am Havelufer errichtet. Heute ist sie Baudenkmal. Das Gebäude war übrigens auch Drehort in der TV-Serie „Weissensee“.

Ab Folge 6 nutzte man für die „Eifelpraxis“ ein anderes Gebäude bei Potsdam. Das alte Fachwerkhaus steht am Seddiner See. Der See liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark, knapp 20 Kilometer südwestlich von Berlin. Drehort ist die „Kulturscheune Kähnsdorf“, ein denkmalgeschütztes Haus mit Scheune. Kähnsdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Seddiner See und hat knapp 300 Einwohner. Die „Kulturscheune“ dient im Ort als Heimatstube und zu Ausstellungen.

Darum geht es in „Die Eifelpraxis – Unter Druck“ (AT)

Die Heimkehrerin Vicky Röver (Jessica Ginkel) möchte endgültig in Monschau ankommen und den Wunsch ihrer Tochter Kim (Carlotta von Falkenhayn) nach einem eigenen Zuhause erfüllen. Um den Kredit für ein bescheidenes, aber gemütliches Traumhaus zu bekommen, braucht sie eine Bürgschaft.

Obwohl es am einfachsten wäre, das Angebot ihrer Mutter Heidelinde (Corinna Kirchhoff) anzunehmen, schaltet Vicky auf stur. Was Beratungsresistenz bedeutet, erlebt die Versorgungsassistentin bei einem Patienten: Der Fitnessstudio-Betreiber Maik (Vincent von Linden) blendet Schwächeanfälle und andere Alarmsignale seines Körpers aus. Er fürchtet mehr um sein Superman-Image als um seine Gesundheit. Vicky schließt jedoch mit ihrer Erfahrung und Hartnäckigkeit auf ein stigmatisiertes Krankheitsbild, das auch bei topfit wirkenden Männern auftritt.

Darum geht es in „Die Eifelpraxis – Verlorener Vater“ (AT)

Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz) behandelt einen sichtlich angeschlagenen Patienten, den er aus besseren Tagen kennt. Der frühere Unternehmer Bernd Wachler (Christoph Bach) jobbt jetzt auf dem Bau und kann sich keine Krankenversicherung leisten. Chris und Vicky (Jessica Ginkel) stehen vor einem Rätsel, was hinter Wachlers Gewichtsverlust und Kreislaufproblemen steht.

Der Patient zieht sich in letzter Zeit von allem zurück – sogar von seiner Tochter Maria (Lilli Jellinek), die bei seiner Ex-Frau aufwächst. Ihrer eigenen Beziehungsgeschichte muss sich Vicky stellen, um bei Leon (Janek Rieke) frühere Fehler zu vermeiden. Tochter Kim (Carlotta von Falkenhayn) tut sich schwer damit, dass sich ihre Mutter auf Zweisamkeit einlässt. Unterdessen wagt es Georg (Barnaby Metschurat) endlich, seinen Partner Djamal (Harun Yildirim) in die Familie einzuführen.

In weiteren Rollen stehen Olga von Luckwald, Janek Rieke, Tom Keune, Marie Anne Fliege, Corinna Kirchhoff, Vincent von Linden, Christoph Bach, Lilli Jellinek u. v. m. vor der Kamera von Peter Polsak.

„Die Eifelpraxis“ ist eine Produktion der UFA Fiction (Produzent: Markus Brunnemann, ausführende Produzentin: Dorothea Goldstein) im Auftrag der ARD Degeto für die ARD für den Sendeplatz „Endlich Freitag im Ersten“. Regie führt Petra K. Wagner nach den Drehbüchern von Sabine Glöckner und Freya Stewart. Barbara Süßmann (ARD Degeto) zeichnet für die Redaktion verantwortlich.

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