Quedlinburg im Harz | 55 Gruftanlagen in den Fels geschlagen | mit Video

In Quedlinburg im Harz gibt es auf dem Wipertifriedhof eine Novität in Deutschland: Eine zweietagige Gruftanlage aus der Reformationszeit.

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Wer das Stadtzentrum von Quedlinburg im Harz verlässt, kommt hinter der Stiftskirche zum Bereich der Wipertikirche. Einige Schritte über den Friedhof und man steht vor dem denkmalgeschützten Bereich dieses Friedhofs. Und der ist sehenswert.

Einige Treppenstufen hoch und man steht vor einem kleinen Hügel. Darin sind auf zwei Etagen 55 Familiengrabgewölbe, sogenannte Grüfte, die in den Felsen geschlagenen wurden. Gruft reiht sich hier an Gruft und das auf zwei Ebenen.

Gegründet wurde dieser, nördlich der Alpen wohl einmalige Friedhof, zur Zeit der Reformation.
Meist waren es überaus angesehene Familien aus Quedlinburg, die sich hier Familiengrüfte anlegten. Und sie werden bis heute genutzt. In einige der Grüfte kann man durch die vergitterte Tür hereinschauen. Viele werden erst in jüngster Zeit für Urnenbeisetzungen genutzt, andere seit Jahrhunderten.

Nach der ersten Etage kann man über wenige Stufen hochsteigen zur nächsten Etage und von dort sozusagen auf das Dach des Friedhofshügels. Durch Rohre nach oben werden die Grüfte belüftet. Teilweise findet man auf den Terrassen auch Erdgräber mit Grabdenkmalen.

INFO

Wipertihof
Wipertistraße 1a
06484 Quedlinburg

Eintritt frei

 

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