Ein Abend mit den Blues Brothers

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Wir haben überlebt. Wer in den 60ern und 70ern aufgewachsen ist, versteht den Satz. Trotz Drogen, zu viel Alkohol, Massen von Zigaretten, durchzechten Nächten, schlechten Freunden, hilflosen Eltern, grauen Gegnern.
In der Stadthalle Alsdorf haben sich viele, die in den 60er und 70er erwachsen wurden, versammelt. Der Altersdurchschnitt mag um die 50 liegen. Jüngere sind natürlich auch dabei. Einige tragen schwarzen Anzug, Hut und Sonnenbrille. So, wie die beiden auf der Stadthallenbühne. Die Blues Brothers. Natürlich nicht die echten, sondern die Show vom Londoner Westend. Eine Tribut-Show. Aber klasse.
Bei einer Blues Brothers Tribute Show
So wie viele seiner Generation überlebte er die wilden Jahre nicht
Blues Brother John Belushi starb 1982 an einer Überdosis Kokain. So wie viele seiner Generation überlebte er die wilden Jahre nicht. Auf der Bühne tanzen, swingen und singen zwei Doubles.
Doch wer sich nicht kneift, lässt die echten Blues Brothers für zwei Stunden sein Leben regieren.
Rolling, rolling, rolling
Rolling, rolling, rolling
Rolling, rolling, rolling
Rolling, rolling, rolling
Rawhide
Roiling, rolling, rolling
Though the streams are swollen
Keep them doggies rolling
Rawhide….
Ab dem ersten Song der Blues Brothers kann kaum jemand im Saal Beine und Füße mehr ruhig halten. Erinnerungen werden wach. Den Refrain können alle mitsingen….

John Belushi als Jake Blues und Dan Aykroyd als Elwood Blues

Die Blues Brothers, das waren zwei Schauspieler und Komiker. John Belushi als Jake Blues und Dan Aykroyd als Elwood Blues. Gedacht als Gag, brachten sie Ende der 70er Soul und R&B-Klassiker in die “Saturday Night Show” des US-Fernsehens. Blues-Rhythmen in der discoverseuchten Musikwelt der Endsiebziger. Das war ein riskanter Versuch – aber er wurde zum Erfolg. Schwarzer Anzug und Krawatte, schwarzer Hut und dunkle Sonnenbrille waren nun ihre Markenzeichen. Platten wurden produziert, es ging auf Tournee – und ein Film musste her.

Kultfilm einer ganzen Generation

Der “Blues Brothers” Streifen war nicht nur ein Kinoerfolg. Er wurde zum Kultfilm einer ganzen Generation. “Unterwegs im Auftrag des Herrn” reisen die Blues Brothers, begleitet von viel Musik und Kurz-Auftritten vieler bekannter US-Künstlern, durch die USA, sammeln ihre Ex-Kollegen der Blues-Brothers-Band ein, um ein Konzert zu geben, mit dessen Einnahmen sie ein verschuldetes Waisenhaus (in dem sie beide aufwuchsen) vor dem Finanzamt retten wollen…
Comin to ya on a dusty road
Good lovin I got a truck load
And when you get it you got something
So dont worry cause Im coming
Im a soul man
Im a soul man
Im a soul man
Im a soul man

Belushi soll harten Rock geliebt haben

Belushi soll harten Rock geliebt haben, Aykroyd machte später als “Geisterjäger” Millionen. Doch die Blues Brothers leben in der Tribute-Show weiter. Ihre Musik auf jeden Fall, die beiden auf der Bühne, sie ähneln auch optisch den echten Blues-Brüdern. Da ist Witz, das ist Rhythmus, Parodie, Show – alles stimmt an diesem Abend. Und ab der Pause hält es eigentlich kaum jemanden auf den Sitzen. Stehend. tanzend, wippend, klatschend geht es in die Nacht der Blues-Brothers.
Lets rock
Everybody lets rock
Everybody on the whole cell block
They was dancing to the jailhouse rock
Auch Rock `n`Roll gibts, wie im Kinofim, nachdem die Blues Brothers ein Einkaufszentrum zu Schrott gefahren haben, sich mit der Polizei eine der besten Filmverfolgungsjagden der Kinogeschichte liefern, treten sie im Knast auf. Der “Jailhouse Rock” steckt dort alle an. Auch die in der Alsdorfer Stadthalle.
So glad we made it
Die Truppe mit Tänzerinnen, Sängerinnen und Band verabschieden sich. Langer Applaus. Im Auto geht s im Kopf weiter.
Well my temperatures rising and my feet on the floor
Twenty people rockin and there wanna go more
Let me in baby, I dont know what youve got
but youd better take it easy, this place is hot
So glad we made it
So glad we made it
You gotta
Gimme some lovin (Gimme some lovin)
Gimme some lovin (Gimme gimme some lovin)
Gimme some lovin
Everyday
Hey hey
Hey! Ich habe überlebt. Und irgendwie haben es die Blues Brothers auch.

 

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