Mein Warm-up vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring

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Auftakt des 24 Stunden-Rennens auf dem Nürburgring
Das Wetter war wie am Nürburgring: Mal etwas Sonne, dann ein wenig Regen; kühl war es – aber dennoch angenehm. Köln-Deutz, Messehalle Nord. Der ADAC hatte in der Halle zur traditionellen Pressekonferenz vor dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring geladen.
Ein Treffen (bis vor einigen Jahren fand die Pressekonferenz noch auf einem Rheindampfer statt), dass Teams, Organisatoren und Piloten gern zur Selbstdarstellung (nicht negativ gemeint) nutzen. Denn hier ist auch eine Nachrichtenbörse – allerdings: wer stapelt nicht gerne tief vor dem großen Rennen?
Piloten und Teamchef gab es einige, die gekommen waren und Fragen beantworteten: Markus Winkelhock (Audi), Bernd Schneider (Mercedes AMG), Jörg Müller (BMW), Volker Strycek (Opel Manta) und Johannes Stuck (Aston Martin), Rene Rast, Teamchef Olaf Manthey (Chef des Rekord-Siegerteams) und Sabine Schmitz (erste Frau die das 24h-Rennen gewinnen konnte) und einige mehr.
Hier einige Zitate des Abends:
Sabine Schmitz, die wiedermal im Frikadelli-Porsche von Klaus Abbelen fährt: „Wir haben bei Porsche in Weissach angefragt, ob wir uns für das 24h-Rennen nicht mit dem ein oder anderen Werksfahrer verstärken können. Aber die lehnten ab – dafür könnten sie leider keine Freigabe geben. Kein Wunder: Die fahren ja alle bei Olaf (Manthey).“
Peter Geishecker, der „Vater“ des ADAC-24-Stunden-Rennens: „Sport1 wird 20 Stunden vom Rennen übertragen und auch die ARD ist dabei, zeigt eineinhalb Stunden live.“ (…) „50 Kinder werden in ihren Karts im Rahmenprogramm über die Strecke fahren – begleitet von Thomas Gottschalk, der für Ralf Schumacher kommt, der ja in Brands Hatch beim DTM-Rennen ist.“
Mit den 24h von Spa sind die 24h Nürburgring eine Kooperation eingegangen, schreibt eine „24h-Trophy“ für die drei besten GT3-Teams in den beiden Rennen aus. Auch Le Mans ist inzwischen im Gespräch, um sich an der Trophy nächstes Jahr zu beteiligen. Ziel ist es, dass immer mehr Teams an allen drei Rennen teilnehmen.
Jörg Müller auf der Bühne im Interview mit Eve Scheer

Jörg Müller, der neben Bernd Schneider stand: „Der Bernd ist ja jetzt eigentlich Rennfahrer-Rentner und nun als Repräsentant unterwegs. Wenn ich mir meine Haare anschaue, die immer weniger werden, dann kann das bei mir auch nicht mehr lange dauern… aber einige Zeit werde ich sicher noch Rennen fahren…“

Volker Strycek, der als Pilot in dem schon legendären Opel Manta (der mit dem Fuchsschwanz) dabei ist, traute sich einen Tipp für das Rennen: „Ich glaube, BMW wird gewinnen.“

 

„ELA“ mit Fabian Harloffpräsentieren den 24h-Song
Er werde in diesem Jahr wieder im Manta dabei sein, obwohl: „Der Manta war richtig lädiert. Aber er wird schon wieder. Zur Zeit wird er lackiert.“
Und: „Ich würde aber auch gern mal wieder in einem Team, das Chancen auf den Gesamtsieg hat, fahren…“
Wie lange fährt er noch? Er warte darauf, dass sein Sohn und seine Tochter soweit sind. Dann würden sie als „Strycek hoch 3“ mitfahren – vielleicht dann sein Abschied (ähnlich wie Striezel Stuck im letzten Jahr)?

Rene Rast im Interview vor der Halle, nach den Demorunden

 

Rennleiter Wolfgang Hornung wartete mit Superlativen auf: „Wir erwarten rund 200.000 Zuschauer. Fast 600 Rennfahrer aus der ganzen Welt nehmen teil. Über 170 Fahrzeuge sind am Start. Über 2.000 Mitarbeiter sind im Einsatz und 1200 Marschalls sorgen für die Sicherheit an der Stecke.“
Die Präsentation auf der Bühne übernahm übrigens Eve Scheer (man kennt sie aus „Traumschiff“,und „Soko Köln“). Rennerfahrung und -kenntnisse hat sie auch, ist sie doch die Lebensgefährtin von Audi-Rennfahrer Frank Stippler (der auch zu den Gästen gehörte) und beim Audi-Sport-Team Phoenix fährt.
Musik gab es auch an diesem Abend. Denn das 24h-Rennen hat jetzt einen eigenen Song. „Our Destiny“ heißt der Rocksong und wurde in scharfem Playback von „ELA“ mit Fabian Harloff (er spielt den Notarzt in der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“) vorgetragen, bevor draußen vor der Halle einige Audi, BMW und Porsche Demorunden drehten.
Es nieselt, die Wagen auf dem kleinen Rundkurs driften leicht. In der Dämmerung wird es kühl. Motoren dröhnen.
Da hinten, denke ich, während ich versuche an den Blocks der Messegebäude vorbei zu sehen, muss irgendwo der Kölner Dom stehen. Der thront auch über allem, so wie die Nürburg über dem Nürburgring.
Und die sehe ich dann in zwei Wochen…

 

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