Tartüff: Verrücktes Hotel im Phantasialand

Was im Hotel Tartüff in PHANTASIALAND auffällt, ist die Liebe zum Detail, der Witz und die innovativen Ideen, die von den Machern hinterlassen wurden.

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Nein, Otto von Böcklstett ist nicht da. Überall an der Prachtstraße in Berlin, die vorbei am Pferdekarussell und Heino´s Café zum Wintergarten führt, spürt man die Aufregung. Zimmermädchen, Liftboys und Pagen, Gepäckträger, Musiker – alle laufen durcheinander – sie alle suchen vergeblich Otto von Böcklstett, den Chef des „Hotel Tartüff“, das an diesem Abend eröffnet werden soll.
Bei der Eröffnung des Hotel Tartüff im Phantasialand dabei
Der Tartüff-Hotelchef ist verschwunden
Das Phantasialand bei Brühl. Im Themenbereich „Alt-Berlin“ wird eine neue Attraktion eröffnet. Das „verrückte Hotel Tartüff“. Und dazu haben sich die Phantasialandmacher mit einer Schauspielertruppe eine Menge ausgedacht, um den Gästen der Eröffnung eine nette Show zu bieten.

Wo ist der Hotelchef? Alle suchen ihn…
Da nämlich der Hotelchef verschwunden bleibt -so die Story -, muss das Personal die Eröffnung übernehmen – was natürlich zu erheblichem Chaos führt. Doch das Durchtrennen des Roten Bandes vor der Hoteltür durch Zimmermädchen Gloria – assistiert von der bezaubernden Hotelbelegschaft – gelingt. Die Phantasialand-Attraktion gegenüber dem Theater „Wintergarten“ ist eröffnet.

Einfach konzipierte Indoorattraktion

Eigentlich ist das „total verrückte Hotel Tartüff“ eine einfach konzipierte Indoorattraktion. Zu Fuß geht es für den „Hotelgast“ über drei Etagen mit insgesamt 27 Zimmern. Ein „Laufgeschäft“, dessen Idee nicht neu ist. Denn es geht über Rüttelbretter, sich bewegende Leitern und Treppen, durch sich drehende Trommeln, vorbei an Zerrspiegeln und abwärts über Rutschen.

Die Angestellten eröffnen das Hotel

Früher hieß das Altweibermühle

Früher nannte man diese Attraktionen auf Jahrmärkten „Altweibermühle“. Entstanden war sie aus einer alten Legende, in der Männer ihre alt gewordenen Frauen zu einer verzauberten Mühle schleppten, wo sie nach mehrmaligem Mahlen wieder jung wurde (dann ihre nun für sie aber zu alten Männer nicht mehr wollten).
Die erste „Altweibermühle“ dieser Art wurde 1929 im Freizeitpark Trippsdrill gebaut. Später waren Altweibermühlen, gebaut von Europaparkbesitzer Mack, auf vielen Jahrmärkten zu finden. Das Prinzip ist immer gleich: viel Bewegung der Dinge (Treppen und Trommeln) und etwas zum Lachen (Zerrspiegel) – das macht den Besucher (dank einiger Aufregung und Bewegung) „wieder jung“.

Das Bild ist NICHT gedreht…
Hier aber kommt das Aber: Im Phantasialand ist wieder mal alles anders. Was hier im Hotel Tartüff auffällt ist die Liebe zum Detail, der Witz und die innovativen Ideen, die von den Machern hinterlassen wurden. Bilder, Einrichtungsgegenstände, Deko – man kann sich nicht statt sehen an all den netten Kleinigkeiten im Gebäude, die vor Witz sprühen und dem Haus Flair geben.

Das beginnt schon beim verrückten Pagen (achten Sie mal auf seine Schuhe!), der Sie empfängt und zum Aufzug führt. Hier treffen Sie übrigens den vermissten Hotelchef – auf der Suche nach seinem Verstand, bevor es Schränke hindurch, über kippende und sich bewegende Treppen, Laufbänder und Rollenbänder, vorbei an pustenden Gemälden, über sich drehende Stuckdecken und durch ein Labyrinth geht.
Spazieren Sie über ein Klavier, beobachten Sie Putten beim Versteckspiel, steigen durch sich drehende Trommeln und ganze Zimmer, von denen einige auf dem Kopf stehen … etc. Übrigens: wer ängstlich ist oder nicht kann/ mag: Es gibt im Hotel auch immer einen Weg vorbei an den sich bewegenden Dingen…
„Hotel Tartüff macht Spaß“
Die schönen Ideen, eine ausgefeilte Technik, das gelungene Einbinden visueller Effekte und Live-Entertainment, das macht den Reiz dieser Phantasialand-Attraktion aus. Mir hat der Besuch (ich habe die Hotelführung gleich zwei mal gemacht) dieses verrückten Hotels aus dem Jahr 1900 Spaß gemacht.

 

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