Die Marksburg am Rhein

Hoch auf einem Felskegel über dem romantischen Städtchen Braubach gelegen, ist die Marksburg das "Tor zum Mittelalter".

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Eigentlich müsste jede Rheinreise in der Marksburg beginnen. Hoch auf einem Felskegel über dem romantischen Städtchen Braubach gelegen, ist hier der das “Tor zum Mittelalter”. Denn die Höhenburg am Mittelrhein hat die Jahrhunderte unzerstört überwunden und gibt so ein anschauliches Bild einer Wehranlage aus dem Mittelalter. Vom Parkplatz auf halber Höhe des Felsen windet sich der Fußweg hoch. Durch zwei gewaltige Tore geht es in den Innenhof, wo die Führungen durch die Anlage beginnen.

Braubach zu Füßen der Marksburg
Den Erhalt in letzten hundert Jahren verdankt die Marksburg wohl vor allem der Deutschen Burgenvereinigung, die hier ihren Sitz hat. Dieser 1899 gegründete Verein, seine Mitglieder sind nicht nur Burg- und Schlossherren sondern auch Restauratoren und Kunsthistoriker, kümmert sich um den Erhalt Tausender deutscher Burganlagen. Seine Verdienste um die Burgenforschung und Denkmalpflege sind nicht zu bestreiten.

Die Marksburg: Eine wehrhafte Anlage

Die Marksburg, eine wehrhafte Anlage. Fürwahr. Der Rundweg führt durch Tore wie dem Schartentor mit den vorrangenden Pechnasen (hier wurde Pech auf Angreifer geschüttet) und die “Kleine Batterie” und der “Großen Batterie” (herrlicher Ausblick auf das Rheintal) mit einem Nachbau der ältesten Kanone Deutschlands sowie mehreren sogenannten Zwölf- und Sechspfünder.- gewaltige Kanonen zur Verteidigung der Marksburg.

Gemütlich: die Kemnate

Über die Reitertreppe

Dann erwartet uns die “Reitertreppe”. In Felsen geschlagene breite Stufen, die zu den Hauptgebäuden führen. Breit genug, damit Ritter dort auf dem Pferd sitzend hinauf kamen – denn so betrat man als echter Ritter eine Burg. Zu Pferde. 1231 ist zum ersten Mal eine Burganlage auf dem Felsen erwähnt. Eine der mächtigsten Familien des Mittelalters, die Herren von Eppstein, gelten als Erbauer der romanischen Burganlage.
Vorbei am alten Palais (hier ist der Sitz der Deutschen Burgenvereinigung), vorbei an einem mittelalterlichen Kräutergarten mit Schierling und Bilsenkraut, Liebstöckel und Basilikum, Mispel und Pestwurz geht es in die Räumlichkeiten der Burg hinein.
Interessant: eine Ausstellung zum Thema Rüstungen
Der Bergfried ist 40 Meter hoch
Nach den Herren von Eppstein gehörte die Anlage den Herren von Katzenelnbogen, dann den Hessen, zu Nassau und schließlich den Preußen. Etwas stark verwahrlost übernahm die Deutsche Burgenvereinigung dann die Marksburg. Mit Unterstützung von Kaiser Wilhelm II wurde sie wiederhergestellt.

Ein Bergfried, fast 40 Meter hoch

Weinkeller und die hallenartige Burgküche, die Kemenaten (die einzigen beheizbaren Räume der Anlage, kuscheliger Aufenthaltsraum der Herrschaften), der Rittersaal als herrlich dekorierter Raum für politische und unpolitische Veranstaltungen, Beratungen, Mahlzeiten und Feste, die Burgkapelle und die Rüstkammer mit einer Ausstellung zur Geschichte der Rüstung lassen das Mittelalter greifbar werden. Von hier geht es in den ehemaligen Pferdestall (heute ist hier eine kleine Ausstellung zum Thema Folter) und dann in die Schmiede. Staunend stehen wir im kleinen Burghof und blicken nach oben. Hier, auf dem höchsten Punkt des Burgfelsens steht der Bergfried. Fast 40 Meter ist er hoch. Der letzte Ort, der im Falle der Eroberung der Anlage der Herrscherfamilie in luftiger Höhe Schutz bieten sollte.

Wir verlassen die Marksburg. Die Straße entlang des Rheins bietet immer wieder herrliche Sicht auf kleine Orte, herrliche Bauten. Die Marksburg aus hellem Stein in luftiger Höhe ist noch lange zu sehen.

 

 

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